Auszug - Produktbericht September 2010
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Wortprotokoll |
Herr Scharenberg stellt den Produktbericht September 2010 vor und verweist auf die Informationsvorlage.
Erkennbare und erhebliche Abweichungen von den Planzahlen ergeben sich bei den Erstattungen von anderen Jugendhilfeträgern, aber gerade in diesem Bereich ist eine genaue Planung nicht möglich, da die Erstattungen vom nicht vorhersehbaren Umzugsverhalten der Hilfeempfänger abhängig ist.
Eine Änderung in der Systematik der Mengenerfassung in der Kosten- und Leistungsrechnung führt zu erheblichen Abweichungen zwischen den Planmengen und den Istmengen bei der Angabe der Fallzahlen in den Hilfen zur Erziehung. Zum Zeitpunkt der Planaufstellung ist davon ausgegangen worden, dass es ausreicht, wenn die Fallzahlen lediglich am Anfang und am Ende eines Monats betrachtet werden mit der Wirkung, dass in der Kosten- und Leistungsrechnung nur die Anzahl der Fälle am Anfang des Jahres und die Anzahl der Fälle am Ende des Jahres erfasst werden. Im der Praxis hat sich dieses Verfahren als untauglich erwiesen, da eine Steuerung der Kosten pro Fall so nicht möglich ist, denn alle Verfahren, die innerhalb des Jahres begonnen und wieder abgeschlossen werden, bleiben ungezählt. Das hat die Folge, dass die am Ende des Jahres ermittelten Ausgaben für die Hilfen zur Erziehung auf eine viel geringere Anzahl von Fällen verteilt und damit das Ergebnis verzerrt wird. Es werden höhere Kosten pro Fall ausgewiesen, als es tatsächlich gewesen sind.
Damit war es unumgänglich, die Systematik zu ändern und nun alle Fälle innerhalb eines Monats auszuweisen, die Monatsergebnisse zu kumulieren und am Ende durch die Anzahl der bereits erfassten Monate zu teilen. So werden zum einem alle Fälle eines Jahres erfasst und die durchschnittlichen Kosten eines Falles genau ermittelt.
Herr Scharenberg verspricht für 2011 ausführlichere Begründungen und Erläuterungen zu den Produktberichten, um eine bessere Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten.
Herr Fechner zeigt seinen Unmut über die Darstellung des Produktberichtes und begrüßt eine Aufarbeitung der Darstellungsform der Produktberichte.
Herr Manns erkundigt sich, warum die Istzahlen der Fälle im Wesentlichen mit den Planzahlen übereinstimmen, das Budget sich jedoch verschlechtert hat. Herr Scharenberg erläutert, dass auch in diesem Jahr aufgrund der Verschlechterung der wirtschaftlichen und sozialen Lage viele Außenstände nicht einzutreiben sind und daher in vielen Fällen von vornherein auf eine Sollstellung des gesamten Anspruches verzichtet wurde.
Herr Matzel schätzt es sehr, wenn in der Verwaltung auf Veränderungen reagiert und Verwaltungsabläufe entsprechend angepasst werden, aber dann muss es auch eine nachvollziehbare Darstellung und Begründung für den Jugendhilfeausschuss geben.
Der Jugendhilfeausschuss nimmt von dem Produktbericht September 2010 Kenntnis und erwartet eine Verbesserung in Form und Darstellung der Berichte für 2011.