Inhalt

Auszug - Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner  

Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport
TOP: Ö 8
Gremium: Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport Beschlussart: (offen)
Datum: Do, 21.11.2024 Status: öffentlich
Zeit: 16:30 - 18:15 Anlass: Sitzung
Raum: Mensa des Gymnasiums am Silberkamp
Ort: Am Silberkamp 30, 31224 Peine
 
Wortprotokoll

Zu TOP 7:

Frau EKRin Conrady nimmt Bezug auf die vorliegende Anfrage der CDU/FDP-Gruppe vom 10.10.2024 zum Gymnasium Groß Ilsede. Zu den hier aufgeführten Punkten solle verwaltungsseitig Stellung genommen werden. Sofern die im Anschluss angesetzte Fragestunde den Zuhörerinnen und Zuhörern nicht ausreichen sollte, biete sie einen gemeinsamen Gesprächstermin mit den Leitungen der beteiligten Dezernate und Fachdienste, dem Schulelternrat und der Schulleitung an.

 

1. Transparenz und Zeitpläne der Sanierungsmaßnahmen

Herr KBR Mews erklärt, dass die Erhaltung eines Bestandsgebäudes grundsätzlich immer eine Herausforderung darstelle. Der Beschluss des Kreistages, das Gebäude zu erhalten sei eine Richtungsentscheidung gewesen.

Er habe in der Vergangenheit eine Missstimmung feststellen können, die es nun gelte, auszuräumen. Die Verwaltung befände sich im regelmäßigen Austausch mit der Schulleitung, da gerade die Zeitfenster für anstehende Maßnahmen im Hinblick auf eventuelle Nutzungseinschränkungen eng abgestimmt werden müssten und sowohl kleinere Reparaturen wie auch größere Maßnahmen stets berechenbar gestaltet werden müssten. Herr KBR Mewsumt ein, dass dabei nicht jede Planung eine Punktlandung sei, dies begründe sich oftmals auch durch äere Faktoren, wie z. B. notwendige Ausschreibungen und deren Umsetzung. Die Ausschreibung für die Sporthalle sei beispielsweise bereits im Frühsommer in Abstimmung mit der Schule erfolgt, um die Nutzbarkeit gewährleisten zu können. Die Pläne wären jedoch einsehbar.

Herr Schrader berichtet, dass am 29.10.2024 ein Gespräch zwischen Schulleitung und Verwaltung stattgefunden habe. Die hier geäerte Kritik sei in der Verwaltung angekommen und man versuche, den Kommunikationsmangel fortan durch wöchentliche Abstimmungsgespräche zu beseitigen.

 

2. Umgang mit akuten baulichen Mängeln

Herr KBR Mews erklärt, dass die Erwartungshaltung der beiden Seiten mitunter different sei. Nach fachlicher Begutachtung der Oberlichter der Sporthalle sowie des abgesunkenen Bodens konnten die festgestellten Mängel zwischenzeitlich eingegrenzt werden.

Herr Schrader ernzt, dass die Dachsanierung der Sporthalle in die Finanzplanung für 2026 aufgenommen worden sei. Im Falle einer Einregnung rde zeitnah die Beauftragung eines Dachdeckers erfolgen. Auch der Boden sei derzeit gesichert. Die Reparatur sei Bestandteil der Ausschreibung.

 

3. Kommunikation zwischen den Verantwortlichen

Herr KBR Mews stellt fest, dass die bisherige Kommunikation nicht zufriedenstellend verlaufen sei. Man habe daher intern Optimierungen vorgenommen. Er hoffe, damit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gewährleisten zu können.

 

4. Raumsituation und langfristige Planungen

Frau EKRin Conrady stellt fest, dass sowohl Gymnasium wie auch Realschule in Ilsede an die Grenzen ihrer Raumkapazität angekommen seien. Auch in der Astrid-Lindgren-Schule gebe es einen erhöhten Raumbedarf. Es hätten daher Gespräche mit der Gemeinde Ilsede stattgefunden, um die Lösungsmöglichkeiten zu prüfen. Auch wegen des räumlich eingeschränkten Geländes sei der Austausch mit der Gemeinde erfolgt. Ein weiterer Gesprächstermin in diesem Jahr werde geplant.

Da auch an weiteren Schulstandorten, nicht zuletzt am Ratsgymnasium und dem Gymnasium am Silberkamp, ein erhöhter Raumbedarf zu verzeichnen sei, solle für alle Schulen möglichst kurzfristig eine Grobplanung erarbeitet werden. An den Realschulen und Gymnasien zeichne sich eine zunehmend hohe Nachfrage für die fünften Klassen ab. Zwar relativiere sich dies später wieder teilweise, es gelte dennoch, den Raumbedarf zu decken.

Hierfür sei geplant, eine Lenkungsgruppe, bestehend aus Verwaltung und Politik einzusetzen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Schulen sollten für ihre jeweiligten Schulen einbezogen werden.

 

Frau KTA Schulz betont zunächst, dass sie die Kommunikation als positiv empfinde. Auf Ihre Nachfrage stellt Frau EKRin Conrady fest, dass der Auftrag für die Schulentwicklungsplanung im kommenden Jahr erfolgen solle. Bis diese fertiggestellt werde, bestehe jedoch bereits vorher Handlungsbedarf. So müsse zwingend eine Entlastung für die nächsten Jahre gefunden werden, während die Schulentwicklungsplanung bis etwa 2040 Bestand haben solle. Die jetzigen Schülerzahlen würden voraussichtlich die kommenden 10 Jahre auf demselben Niveau bleiben.

 

5. Maßnahmen zur Verbesserung des Sonnenschutzes

Herr Schrader erklärt, dass sich diese Thematik auf alle Schulstandorte beziehe. In einer Versuchsreihe im vergangenen Jahr seien unterschiedliche Modelle und der daraus resultierende Temperaturverlauf geprüft worden. Die Ergebnisse lägen nun vor und könnten kurzfristig der Politik vorgelegt werden. Man könne jedoch bereits jetzt feststellen, dass keine deutlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Maßnahmen erkennbar gewesen seien.

In Ilsede habe eine Begehung mit der Schulleitung stattgefunden. Es wurde vereinbart, in einem besonders exponierten Gebäudeteil eine Anbringung von Sonnenschutz im Frühjahr 2025 vorzunehmen.

 

6. Sicherheit der Turnhallennutzung und Haftungsfragen

Herr KBR Mews stellt fest, dass die für das Bauteil festgestellten Mängel den durch den GUV festgestellten Mängeln entsprächen. Allerdings sei man unterschiedlicher Auffassung über die Nutzbarkeit der Sporthalle gewesen. Während die Schulleitung die Sporthalle für den Schulsport gesperrt habe, seien die Vereine schriftlich informiert worden. Herr Schrader ergänzt, dass eine Begehung mit den Vereinsvorständen stattgefunden habe und sie darauf hingewiesen worden seien, dass sie die Sporthalle auf eigenes Risiko nutzen könnten.

 

Herr KTA Wilke bedankt sich für den ausführlichen Bericht.

 

Frau KTA Maurer-Lambertz dankt ebenfalls für die Informationen und bittet um Mitteilung, inwieweit der Unterricht in Fachunterrichtsräumen bei den steigenden Schülerzahlen gewährleistet werden könne. Frau EKRin Conrady stellt fest, dass dies eine große Herausforderung darstelle und man die Fragestellung im Blick behalten werde. Sie könne sich die Einrichtung weiterer Fachunterrichtsräume im Bestandsgebäude vorstellen. Daraus würde jedoch die Aufstellung weiterer mobiler Klassenräume resultieren.

 

Herr KTA Jahn bittet darum, dem Protokoll eine Aufstellung der geplanten Meilensteine beizufügen. Herr KBR Mews sichert die Übersendung eines Bauzeitenplans zu, weist jedoch darauf hin, dass dies lediglich eine projektbezogene Momentaufnahme darstellen könne.

 

Nach Auffassung von Herrn KTA Könneckerrden die Planungen schleppend verlaufen. Dies betreffe im Übrigen auch die Gespräche mit der Gemeinde Ilsede. Frau EKRin Conrady erklärt, dass in der Vergangenheit ein permanenter Austausch mit der Gemeinde stattgefunden habe. Allerdings müssten gliche Optionen sowohl in den Gemeindegremien als auch in den Kreisgremien politisch beraten werden, was sich auf den Zeitablauf auswirke.

 

Frau Carstens nimmt Bezug auf die angekündigte Schulentwicklungsplanung und stellt fest, dass diese Thematik aufgrund ihrer hohen Komplexität der Politik vorgestellt werden müsse. Der Schulstandort Ilsede sei dabei Teil des Gesamtkomplexes.

 

Herr KTA Wilke eröffnet um 17.30 Uhr die Einwohnerfragestunde.

 

Frau Caspari, Mitglied des Schulelternrates bittet um Mitteilung, wann die Trinkwasserversorgung der Augenduschen in den Fachunterrichtsräumen erfolgen werde. Derzeit sei der Unterricht von Biologie und Chemie nicht möglich. Frau Notka erklärt, dass eine Übergangslösung für das kommende Jahr gefunden worden sei, die auch vom RLSB akzeptiert werde. Man werde dann eine mobile Trinkwasserversorgung vorhalten.

 

Frau Bührig, Mitglied des Schülerrates, fragt an, wann mit einem Rückbau der Container zu rechnen sei, da durch deren Aufstellung sowohl Schulhof wie auch Fußballfeld, das insbesondere für die jüngeren SuS von Bedeutung sei, blockiert werde. Frau EKRin Conrady weist auf die besondere Situation des Geländes hin, das kaum Alternativmöglichkeiten biete, nimmt jedoch den Hinweis gerne mit. Herr KBR Mews ergänzt, dass es sich bei der Containeraufstellung um eine Sofortmaßnahme als Kompromisslösung handele. Weitere Überlegungen würden im Rahmen der Schulentwicklungsplanung erfolgen. Allerdings müsse mit längeren Aufbauzeiten gerechnet werden, auch wenn es zu Bauentscheidungen kommen würde. Frau Bührig betont, dass ein alternativer Spielraum durchaus wünschenswert sei. Hier gibt Frau EKRin Conrady zu bedenken, dass die Grundstücksflächen begrenzt seien und sich bei weiter entfernten Flächen die Frage stelle, ob die Aufsichtspflicht noch erfüllt werden könne.

 

Herr Glasen, Mitglied des Schulelternrates, schlägt vor, zukünftig intensiver mit der Schulleitung im Dialog zu bleiben, um so Missstimmung vorzubeugen. Herr KBR Mews stimmt zu, dass die Chancen und Möglichkeiten des gemeinsamen Dialoges in der Vergangenheit verfehlt worden seien. Es galt hier auch von Seiten der Verwaltung, nachzubessern, um zeitnahe Rückmeldungen geben zu können und damit die Nutzung nicht unnötig einzuschränken. Die zuständige Bauunterhaltung aber auch die Hausmeister vor Ort stünden nun in engem Kontakt mit der Schule.

Die Herausforderung stelle sich seiner Ansicht nach darin, nicht immer über Ideallösungen, sondern auch über provisorische Lösungen nachzudenken. Auch wenn dies mit erhöhtem Kostenaufwand zusammenhänge.

 

Herr Dassel, ebenfalls Mitglied des Schulelternrates, bittet um Informationen zu den geplanten Maßnahmen und deren bewilligten Mitteln und in diesem Zusammenhang auch um Transparenz. Frau EKRin Conrady erklärt, dass die nicht bauliche - Ausstattung Bestandteil der Haushaltsplanungen im Fachdienst 19 sei, während sich die geplanten Baumaßnahmen im Gesamtsanierungskonzept und damit dem Sanierungsbudget des Fachdienstes 27 (IWB) niederschlagen. Herr Schrader ergänzt hierzu, dass die mittelfristige Finanzplanung von verschiedenen Aspekten, wie z. B. Ausschreibungsergebnissen aber auch unvorhersehbaren Investitionen, abhängig sei. Herr KTA Wilke merkt an, dass das Gremium Schulvorstand genutzt werden könne, um die Informationen wie gewünscht in regelmäßigen Abständen weiterzugeben. Frau EKRin Conrady merkt an, dass in der Vergangenheit bereits ein regelmäßiger Austausch mit dem Schulelternrat stattgefunden habe.

 

Eine weitere Einwohnerfrage betrifft den Sonnenschutz: Warum werde immer wieder geprüft und wann erfolge eine Umsetzung? Frau Notka erklärt hierzu, dass gemeinsam mit IWB und Schulleitung für den 0er-Trakt eine Lösung gefunden worden sei, die hoffentlich Entspannung in dieser Problematik biete. Ggf. müsse später mit Plissees nachgerüstet werden. Auf die Frage, ob auch mit der Beschattung des Schulhofes zu rechnen sei, erklärt Frau Notka, dass dies bislang nicht thematisiert worden sei.

 

Herr Tedenhoff, Mitglied des Schulelternrates, fragt an, welche konkreten Maßnahmen in nächster Zukunft geplant seien. Seiner Ansicht nach gelte es, wie von Herrn KBR Mews dargestellt, eher zu improvisieren als nach der großen Lösung zu suchen. Es müssten nun schnellstmöglich die Missstände behoben werden.

Herr KBR Mews stellt fest, dass jährlich Mittel zur Verfügung gestellt werden würden, um alle Schulgebäude in einem akzeptablen Zustand zu halten. Für die weitere Entwicklung von Anbau oder Erweiterung sei die Schulentwicklungsplanung essentiell.

 

Die Herren KTA Dr. Klinke, KTA Samtlebe und KTA Möhle verlassen um 18.00 Uhr die Sitzung.

 

Herr Tedenhoff bittet weiter um Angaben zum aktuellen Status Quo, da der Maßnahmenkatalog seiner Ansicht nach nicht abgearbeitet worden sei.

Herr KBR Mews legt dar, dass sehr wohl Investitionen vorgenommen worden seien. Aufgrund der Gebäudesubstanz gebe es einen erhöhten Bedarf, wobei viele der vorgenommenen Investitionen, wie z. B. im Tiefbau, nicht gesehen werden könnten. Frau EKRin Conrady ergänzt, dass auch beim Beispiel der Trinkwasserversorgung für die Augenduschen zunächst die Leitungen gelegt werden müssten. Man habe daher versucht, Interimslösungen zu finden, die jedoch nach aktuellen Erkenntnissen nicht zulässig seien. Daher habe man nach alternativen Lösungen gesucht, die auch vom RLSB akzeptiert werden würden. Diese werden nun beschafft.

 

Auf Nachfrage von Frau Bührig, Schulelternrat, nach einem Amokkonzept für die Schule erklärt Frau Carstens, dass gemeinsam mit Schulleitung, Polizei, Feuerwehr und ggf. dem RLSB die Begehung an allen Schulen stattfinden solle, um die Möglichkeiten auszuloten und bauliche, präventive Maßnahmen gemeinsam zu erarbeiten. Der erste Termin werde am Schulstandort Ilsede stattfinden. Ein Terminvorschlag soll in Kürze erfolgen.

 

Zum Abschluss erteilt Herr KTA Wilke dem Schulleiter des Gymnasiums das Wort. Herr Holthusen stellt fest, dass die in einem Papier von 2022 aufgeführten Probleme nun diskutiert werden würden. Er bittet darum, die bekannten Mängel ernst zu nehmen und ernsthaft ins Gespräch zu kommen. Allerdings erklärt er auch, dass das kürzlich stattgefundene Gespch konstruktiv verlaufen sei und er nun positiv gestimmt sei.

 

Herr KTA Wilke schließt die Einwohnerfragestunde um 18.10 Uhr.