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Landkreis Peine
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Informationen zur Geflügelpest

Geflügelpest: Geflügel darf ab Sonntag 16. Mai 2021 wieder ins Freie - Aufstallungsverpflichtung läuft mit Ende des 15. Mai aus

Zuletzt wurden kleine neuen Fälle der Geflügelpest mehr festgestellt. Daher wurde das Einschleppungsrisiko in Hausgeflügelbestände durch den Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung dahingehend neu bewertet, dass die Freilandhaltung von Geflügel ab dem 16. Mai wieder möglich ist.Auch weiterhin müssen die Geflügelfreilandhalter aber die üblichen vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen sorgfältig einhalten. So darf Geflügel nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel nicht zugänglich sind. Das Tränken mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, ist verboten und auch Futter und Einstreu muss für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Hühner und Puten müssen regelmäßig gegen die Newcastle-Krankheit geimpft werden.

Stand 14.05.2021

Anhaltendes Ausbruchsgeschehen der Geflügelpest - Landkreis Peine verlängert Allgemeinverfügung zur Aufstallung von Geflügel im gesamten Landkreis bis 15. Mai 2021

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Der Fachdienst Veterinärwesen warnt vor Geflügelpest und empfiehlt vorbeugende Schutzmaßnahmen

Seitdem in Norddeutschland seit Ende Oktober 2020 erste Fälle des HPAI H5 Virus bei Wildvögeln nachgewiesen und bereits über tausend verendete Wildvögeln an deutschen Küsten vorgefunden wurden, ist die Gefahr einer weiteren Verbreitung des Virus der Geflügelpest in den Wildvogelbeständen oder die Einschleppung in Geflügelbestände sehr hoch. In Schleswig – Holstein wurde bereits eine landesweite Aufstallungspflicht für Freilandgeflügel verhängt.

Der Landkreis Peine appelliert deshalb an alle Geflügelhalter – sowohl kommerzielle Betriebe als auch Hobbyhalter und Halter von Kleinstbeständen, sich rechtzeitig mit der Situation auseinanderzusetzen und umgehend vorbeugende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Die Geflügelpest ist für den Menschen ungefährlich, bei Tieren aber hochansteckend und tödlich.

Da der Vogelzug bereits in vollem Gange ist, besteht ein hohes Risiko, dass erkrankte Wildvögel aus betroffenen Gebieten beim Weiterzug die Krankheit in bisher nicht betroffene Gebiete einschleppen.
Das Tückische dabei ist, dass Wildvögel auch unerkannt erkranken können, und so das Virus verbreiten können.

Insbesondere durch direkten Kontakt von Wildvögeln zu Hausgeflügel, aber auch durch indirekten Kontakt (Virusverschleppung über Schuhe und Kleidung, Futtermittel oder Einstreu, die mit Wildvögeln in Kontakt gekommen sind) besteht das Risiko, dass sich auch Hausgeflügel mit dem Virus infiziert.

In jeder Geflügelhaltung kommt es daher jetzt besonders auf die Einhaltung der (ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen!) Biosicherheitsmaßnahmen an.
Wenn Geflügel weiter im Freien gehalten werden soll, ist unbedingt auf den Schutz des Geflügelbestandes vor dem Kontakt mit Wildvögeln zu achten. Dazu gehören insbesondere Futterstellen, die für Wildvögel nicht erreichbar sind, eine geschützte Lagerung von Futter und Einstreu und das Tränken mit Leitungswasser, auf keinen Fall mit Oberflächenwasser.
Weiterhin sollten der Stall oder der Auslauf nur in betriebseigener Schutzkleidung mit entsprechendem Schuhwerk betreten und auf das Händewaschen und das Reinigen und Desinfizieren von Fahrzeugen, Gerätschaften und Maschinen geachtet werden, wenn diese zwischen unterschiedlichen Haltungseinrichtungen eingesetzt werden.

Eine weitere Schutzmaßnahme wäre die freiwillige Aufstallung freilaufenden Geflügels.
Dies kann beispielsweise erfolgen, indem Ausläufe etwa durch engmaschiges Drahtgeflecht nach alle Seiten gegen das Eindringen von Wildvögeln geschützt werden. Diese Schutzvorrichtung muss dabei auch nach oben durch Planen oder Dächer gegen Koteintrag von Wildvögeln geschützt sein.

Da die Lage sich kurzfristig ändern kann, ist ab jetzt auch jederzeit mit der amtlichen Anordnung einer Aufstallung des Geflügels zu rechnen. Wenn die empfohlenen vorbeugenden Schutzmaßnahmen wie feste Unterstände dann bereits umgesetzt sind, können die kommerziellen und hobbymäßigen Geflügelhalter im Falle des Falles sehr schnell reagieren. Bei der reinen Stallhaltung von Geflügel, das vorher im Freiland gehalten wurde, liegt es in der Verantwortung des jeweiligen Tierhalters, seine Tiere auch im Stall artgerecht zu halten: Insbesondere ausreichend Licht, gute Luftzufuhr und ausreichend Platz sind wichtig, um eine tierschutzgerechte Haltung zu gewähren.

In der momentanen Lage sind die wie jedes Jahr laufenden Monitoringuntersuchungen von verendeten empfänglichen Wildvögeln noch wichtiger.
Krankes oder verendetes Wassergeflügel wie Enten, Gänse und Schwäne, aber auch Greifvögel sollen auf das Geflügelpestvirus untersucht werden.
Wer tote Wasservögel oder Greifvögel findet, wird gebeten, dies umgehend beim Fachdienst Veterinärwesen (lebensmittel.tiere@landkreis-peine.de oder telefonisch unter 05171-401-6023) zu melden.


Ganz wichtig ist es auch, vermehrte Todesfälle und unklare Krankheitsfälle im eigenen Geflügelbestand durch den eigenen Tierarzt untersuchen zu lassen:
Bei erhöhten Tierverlusten im Bestand ist eine veterinärmedizinische Untersuchung durch Ihren Hoftierarzt vorgeschrieben, um ein unklares Krankheitsgeschehen im Bestand abzuklären und das Vorliegen einer Infektion mit Geflügelpestviren auszuschließen. Sollten Geflügelhaltungen bislang nicht beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse registriert worden sein, muss dies schnellstens nachgeholt werden.

Hintergrundinformation zur „aviären Influenza“ finden Sie auf der Seite Tierseucheninfo des LAVES:
Hier weiterlesen

Die Aviäre Influenza ist eine Infektionskrankheit der Vögel, die durch Viren ausgelöst wird. Unterschieden wird zwischen der hochansteckenden und einer weniger ansteckenden Form. Als „Klassische Geflügelpest“ wird eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza bei Geflügel und anderen Vögeln bezeichnet. Die Geflügelpest kann hohe Verluste verursachen, wenn sie in Nutztierbestände eingeschleppt wird.
Wassergeflügel bildet ein natürliches Reservoir für die Viren, insbesondere für niedrig pathogene Influenzaviren. Solche niedrig pathogenen Influenzaviren können sich allerdings bei Wirtschaftsgeflügel wie etwa Hühnern und Puten, zur hoch pathogenen Form umwandeln; dann tritt das klinische Bild der Geflügelpest zutage.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/gefluegelpest-massnahmen-tierhalter.html
https://www.bmel.de/DE/themen/tiere/tiergesundheit/tierseuchen/gefluegelpest2016.html
https://www.laves.niedersachsen.de/startseite/tiere/tiergesundheit/tierseuchen_tierkrankheiten/haeufig-gestellte-fragen-zur-gefluegelpest-148904.html

Stand 11.11.2020

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat am 05.11.2020  eine neue Risikoeinschätzung für die Einschleppung der Geflügelpest nach Deutschland herausgegeben. Die vollständige Risikobewertung können Sie über diesen Link  öffnen.


Biosicherheitsmaßnahmen sind weiterhin vorgeschrieben

Hausgeflügel darf nur so gefüttert werden, dass Wildvögel keinen Zugang dazu haben, der Zugang von Hausgeflügel zu Gewässern muss ausgeschlossen sein, Tränken mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, ist verboten.

Geflügelhalter sollten auch weiterhin jeden Kontakt zu Wildvögeln meiden. Jäger, die selber Geflügel halten, sollten auf die Jagd auf Federwild verzichten, da auch gesund erscheinende Wildvögel Träger des Erregers sein können.

Betriebsfremde Personen sollten Geflügelhaltungen am besten gar nicht betreten. Sie dürfen es nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einmalkleidung, die nach Verlassen des Stalles unverzüglich abzulegen ist. Schutzkleidung muss nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt werden.

Alle Betriebe müssen im Bestandsregister die Zahl der täglich verendeten Tiere dokumentieren.

Auch Kleinbetriebe und Hobbyhalter sind verpflichtet, bei Auftreten von mehr als 3 Todesfällen innerhalb von 24 Stunden unverzüglich durch ihren Tierarzt eine Untersuchung zum Ausschluss der Geflügelpest durchführen zu lassen.

Über weitere Verhaltensregeln können Sie in dem Merkblatt für Geflügelhalter informieren, das Sie in der rechten Randspalte finden.

Vermehrte amtstierärztliche Kontrollen auch der kleineren Geflügelhaltungen sind vorgesehen.

 

Sonstige Informationen

Geflügelhalter, die noch nicht registriert sind, werden aufgefordert, ihren Tierbestand unverzüglich beim Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zu melden.

Informationen zur Registrierungspflicht von allen Tierhaltungen von Nutztieren (dazu zählen auch Hobbyhaltungen) finden Sie hier.

An die Pflicht, Hühner und Truthühner regelmäßig gegen den Erreger der Newcastle-Krankheit impfen zu lassen, wird erinnert. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Tierarzt oder nehmen Sie an den gemeinsamen Impfaktionen der Geflügelzuchtverbände teil.

 

 

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Wichtiger Hinweis: -"After-Work-Impfen": Am Mittwoch, 28.07. sowie Donnerstag, den 29.07.2021 bietet das Impfzentrum Peine ein sog. "After-Work-Impfen" an. In der Zeit von 18:00 Uhr bis 21:30 Uhr erfolgen Impfungen mit dem Impfstoff der Firma Biontech/ Pfizer, eine vorherige Anmeldung ist NICHT erforderlich. Die ...

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