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Landkreis Peine
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16.11.2017

Symposium "Holz und Klimaschutz" am 17. November in Vechelde

Holz und Klimaschutz,

das ist das Thema eines Symposiums im Bürgerzentrum Vechelde, das am 17. November, ab 14:30 Uhr stattfinden soll.

Veranstalter sind die niedersächsischen Landesforsten, der Landkreis Peine und das „Internationale Forschungszentrum für Erneuerbare Energien Deutschland e.V.“ (IFEED).

Die Gemeinde Vechelde hat die Schirmherrschaft übernommen und stellt das Bürgerzentrum als Veranstaltungsort zur Verfügung.

Die Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine gGmbH und der Landesmarketingfonds Holz Niedersachsen des 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V. unterstützen die Veranstaltung finanziell.

Die Veranstaltung ist öffentlich, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger werden gezielt eingeladen. Es werden rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

Ein besonderer Wert wird auf rege Diskussionen und fruchtbaren Meinungsaustausch mit den Zuhörerinnen und Zuhörern gelegt.

 

Von 14.30 Uhr bis 15:30 Uhr findet daher zunächst ein „Open-Space“ statt,

in dem an Tischen im Bürgerforum zum unmittelbaren Gespräch und Gedankenaustausch zu besonderen Aspekten und Anwendungsbereichen der Holznutzung eingeladen wird.

Folgende Institutionen werden vertreten sein:

  • Niedersächsische Landesforsten,
  • Immobilienwirtschaftsbetrieb Landkreis Peine,
  • Bauaufsicht/Denkmalbehörde Landkreis Peine,
  • Umweltbehörde Landkreis Peine,
  • Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine,
  • Förderverein Klimaschutzagentur Hildesheim-Peine,
  • Internationales Forschungszentrum für erneuerbare Energien e.V. Deutschland (IFEED),
  • Landesmarketingfonds Holz Niedersachsen des 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie e.V.,
  • PEFC Deutschland.

Von 15:30 Uhr bis 17:30 findet im Anschluss eine Tagung mit Referenten aus folgenden Institutionen statt:

  • Klaus Jaenich, Vizepräsident der NLF: „Holz, ein wunderbarer Werkstoff, nachhaltig erzeugt“
  • Marcus Frerich, PEG Peine: „Holzrecycling – ein Beitrag zum Klimaschutz“
  • Karl-Heinz Hoffmeister, Verband Niedersächsischer Zimmermeister: “Praktische Beispiele des Holzbaus“

Die Vorträge werden je ca. 20 Minuten bis 30 Minuten dauern.

Eine Tagungsmappe ist vorgesehen.

Organisation, Moderation und Leitung der Veranstaltung:

  • Joachim Hansmann, Nds. Landesforsten, Kreisnaturschutzbeauftragter,
  • Waldemar Hänsel, IFEED und
  • Wolfgang Gemba, Landkreis Peine.

Schirmherrschaft: Bürgermeister Ralf Werner, Gemeinde Vechelde

 

Warum das Thema „Holz und Klimaschutz“?

Leben und Wirtschaften in den entwickelten Industriestaaten hängen überwiegend von Erdöl, Erdgas, Kohle und Uran ab. Diese Energieträger werden jedoch zunehmend schwerer verfügbar sein. Die mit der Verbrennung der fossilen Energieträger verbundene Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) ist hauptverantwortlich für den weltweiten Klimawandel.

Da zur Produktion von Holz und Holzprodukten sehr wenig Energie benötigt wird, schneiden diese weitaus günstiger ab als beispielsweise Metalle, Kunststoffe oder Beton. Die Verwendung von Holz anstelle energieaufwändigerer Materialien vermeidet somit CO2-Emissionen. Holzmöbel und Holzhäuser, aber auch langlebige Gebrauchsgegenstände im Alltag bremsen damit den Klimawandel. Da die Energiepreise weiter steigen und der Emissionshandel fossile CO2-Emissionen zunehmend "einpreist", ergeben sich Kostenvorteile für Holzprodukte und Einkommenschancen.

Die Verknappung, Verteuerung und Erschöpfung der fossilen Energieträger führen aber auch dazu, dass das Interesse an Holz als Rohstoff und Energieträger zunimmt und weiter zunehmen wird.

Wenn der Wald einen Festmeter Holz produziert, entnimmt er der Luft eine Tonne CO2. In Mitteleuropa bestehen besonders günstige Voraussetzungen für eine nachhaltige und produktive Forstwirtschaft. Holzernte und Holzverwendung können sogar gesteigert werden. Dem stehen als begrenzende Faktoren beispielsweise das Gebot der forstlichen Nachhaltigkeit, der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, die Schäden durch den Klimawandel sowie die Struktur des Waldbesitzes und der Strukturwandel im Privatwald entgegen.

Wald ist Kohlenstoffspeicher und Holz als Baustoff, Dämmstoff und Brennstoff: Auf diesen vier "Holzwegen" treten Forst- und Holzwirtschaft dem Klimawandel entgegen.

Holz wird in auf vielfältige Art und Weise genutzt. Etwa die Hälfte des eingeschlagenen Holzes wird als Stammholz im Holzgewerbe weiterverarbeitet, ca. 40 Prozent dienen als Brennholz für Endverbraucher und Heizkraftwerke und knapp 10 Prozent gehen als Faserholz in die Zellstoffindustrie. Mit der Verwendung von Holz als Baustoff, Dämmstoff, Brennstoff und Kohlenstoffspeicher beschreitet man also keineswegs einen Holzweg. Vielmehr verfügt man über einen effizienten "Klimaschutzhebel", weil der CO2-Vorteil von Holz gleich mehrfach zum Tragen kommt.

Bauen mit Holz ermöglicht beispielsweise über die drei Lebenszyklen-Phasen eines Gebäudes (Produktion, Nutzung, Rückbau) die CO2-Bilanz gering zu halten. Jeder Kubikmeter verbautes Holz speichert den Kohlenstoff aus einer Tonne CO2 und substituiert zudem CO2 aus den meist energieaufwändig hergestellten, nicht nachwachsenden Baustoffen, die ansonsten zum Einsatz gekommen wären. Aus Lebenszyklusanalysen ergibt sich, dass pro Kilogramm eingesetztem Holz 1,76 Kilogramm CO2 fixiert und aus dem Kreislauf entnommen werden können.

Holz wird in Zukunft immer mehr nachgefragt. Es steht jedoch nur begrenzt zur Verfügung und darf deshalb nicht verschwendet werden. Besonders vielversprechend sind die Holzverwendung in der Altbausanierung sowie die aktive Kombination von Holz- und Solarenergie. Die jeweiligen Stärken und Schwächen dieser beiden erneuerbaren Energieträger ergänzen sich sehr gut.

Forst- und Holzwirtschaft nutzen die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit.

Die Tagung vermittelt Eindrücke in die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten von Holz und die Bedeutung dieses Rohstoffes im Kontext des Klimaschutzes.

Autor/in: Kreisbaurat Wolfgang Gemba

Kontakt

Herr Wolfgang Gemba
Burgstraße 1
31224 Peine

Telefon: +49 5171 401 110 4
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