Hilfsnavigation
Volltextsuche
Landkreis Peine
Seiteninhalt

Informationen zur Geflügelpest

05.12.2017

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) hat am 08.11.2017 eine neue Risikoeinschätzung für die Einschleppung der Geflügelpest nach Deutschland herausgegeben.

Danach wird das Risiko einer Einschleppung durch Wildvögel je nach Gebiet als "wahrscheinlich" eingeschätzt.

Mit neuen Fällen im Laufe des Vogelzuges muss daher gerechnet werden.

Die vollständige Risikobewertung können Sie über den Link in der rechten Seitenspalte öffnen.

 

05.04.2017

Die Stallpflicht für Hausgeflügel wird ab Freitag, den 07.04.2017 im gesamten Kreisgebiet wieder aufgehoben

Aufgrund einer neuen Risikobewertung werden alle wegen der Geflügelpest noch bestehenden Einschränkungen aufgehoben und das Geflügel darf auch in den gewässernahen Bereichen, in denen bisher noch die Aufstallungspflicht bestand, wieder ins Freie.

Seit den letzten Nachweisen des gefährlichen Erregers der Geflügelpest H5N8 bei Wildvögeln im Bereich der Kläranlage in Vöhrum im Februar sind im hiesigen Bereich keine weiteren Fälle aufgetreten. Insgesamt sind in Niedersachsen und bundesweit die Ausbruchsfälle bei Wildvögeln stark rückläufig. Infolge der zunehmenden Inaktivierung der Erreger durch höhere Tagestemperaturen und UV-Strahlung sowie im Hinblick auf den weitestgehend abgeschlossenen Frühjahrsvogelzug wird sich der Infektionsdruck voraussichtlich weiter vermindern, so dass eine Aufhebung der Aufstallungspflicht vertretbar erscheint.

Im laufenden Jahr wurden bisher von 35 verendeten Wildvögeln Proben zur Untersuchung eingeschickt. Der Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung dankt den aufmerksamen Findern, die die Fälle gemeldet haben.


Biosicherheitsmaßnahmen sind aber weiterhin vorgeschrieben

Hausgeflügel darf nur so gefüttert werden, dass Wildvögel keinen Zugang dazu haben, der Zugang von Hausgeflügel zu Gewässern muss ausgeschlossen sein.

Geflügelhalter sollten auch weiterhin jeden Kontakt zu Wildvögeln meiden. Jäger, die selber Geflügel halten, sollten auf die Jagd auf Federwild verzichten, da auch gesund erscheinende Wildvögel Träger des Erregers sein können..

Betriebsfremde Personen sollten Geflügelhaltungen am besten gar nicht betreten. Sie dürfen es nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einmalkleidung, die nach Verlassen des Stalles unverzüglich abzulegen ist. Schutzkleidung muss nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegschutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt werden.

Alle Betriebe müssen im Bestandsregister die Zahl der täglich verendeten Tiere dokumentieren, Betriebe mit mehr als 10 Legehennen zusätzlich die Zahl der pro Werktag gelegten Eier.

Über weitere Verhaltensregeln können Sie in dem Merkblatt für Geflügelhalter informieren, das Sie in der rechten Randspalte finden.

Vermehrte amtstierärztliche Kontrollen auch der kleineren Geflügelhaltungen sind vorgesehen.

Bisherige Nachweise des Geflügelpesterregers H5N8 bei Wildvögeln im Landkreis Peine

DatumTierartFundort
13.11.2016 Wildente Eixer See
23.11.2016 Schwan Handorfer Teiche
19.12.2016 Wildente Teich westlich des Salzgitter-Stichkanals etwas südlich von Bortfeld 
02.01.2017 Graugans Teich nördlich von Wahle
30.01.2017 Graugans Kläranlage Vöhrum
30.01.2017 Nilgans Kläranlage Vöhrum
02.02.2017 Graugans Kläranlage Vöhrum


Sonstige Informationen

Geflügelhalter, die noch nicht registriert sind, werden aufgefordert ihren Tierbestand unverzüglich beim Fachdienst Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zu melden.

An die Pflicht Hühner und Truthühner regelmäßig gegen den Erreger der Newcastle-Krankheit impfen zu lassen, wird erinnert.

 

 

Zum Seitenanfang (nach oben)